• mercado navideño

    Diciembre pasado, sábado, tres o cuatro de la tarde. La pobre de mi mujer está moliendo, la nanny me acompaña a dar una vuelta con mis niñas por el Weihnachtsmarkt (mercado navideño) en la cámara de comercio indo-alemana en Nueva Delhi. Dejo a mi hijita mayor con su niñera jugando solas, mi niña intentando despedazar lo que encuentra por delante, la nanny corriendo tras ella, tratando de evitar estragos.Cargando a mi otra bebé en su Babybjörn voy a un puesto de bebidas y pido un vino caliente.

    Una mujer de cabello rubio canoso se acerca a nosotros y dice (con acento alemán no exactamente despreciable): »What a beauty.«
    Hago un guiño y sonrío. »Who?«, le pregunto. Sigo sonriendo, solo.

    »How old?«, me pregunta, mientras le hace señas al resto de la familia, para que vengan a ver al monito exótico bebé.

    »Tres meses«, le respondo. Esta vez en alemán.
    »My Goodness. Sooo big« A continuación le cuenta a sus dos niños y a su esposo que mi ángel tiene tres meses. En alemán. Los saludo a todos (aunque suene redundante, en alemán), al marido lo he conocido tres o cuatro veces en diferentes recepciones a las que mi esposa me lleva, para que mi vida social no sea cero y no termine metiéndome un tiro. El hombre me mira, frunce el ceño y se presenta con nombre, apellido y cargo. Sonríe y deposita su tarjeta de presentación en mi mano, cerrándola suavemente con su mano derecha, dándome a continuación una palmadita en el hombro. Suspiro y me tomo un trago de vino. Y guardo la tarjeta en el bolsillo trasero del pantalón.

    »And what is her name?, pregunta la mujer.
    »Eva Braun«, le respondo. La matrona y su esposo me miran atónitos. Sonrío. »Anna Sophie«, corrijo.

    »Dios mío, tiene nombre alemán,« dicen los dos en coro…en inglés.

    »La mamá es alemana«, respondo - adivina en qué idioma les respondí? »Y yo viví casi veinte años en Munich y Berl…«, intento decir. En vano, nadie me escucha.
    »Okay
    darling, good bye and merry Christmas«, me desea la pareja, mientras que, uno por uno, padres e hijos, le apachurran los cachetes a mi bebé quico.
    »Gracias. Lo mismo les deseo«, respondo.
    »Escuchaste?«, le pregunta la mujer a su cónyuge, »habló este muchacho en alemán?« El hombre se rasca la cabeza, voltea la mirada un segundo hacia mí, disiente con la cabeza y hace jeta de sobrador boca de chupete. La familia se aleja…

    … Mi ángel mayor llega gritando y pataleando, porque su Nanny no le quiso comprar una Bratwurst mit Ketchup. So ein Scheiß.

  • where are u latinlover?

    Español ver más abajo:
    Warum bloggst du nicht mehr?, hat mich der eine oder andere gefragt. Der Grund? Vier Monate alt, 64 Zentimeter groß und knapp sieben Kilo schwer. Ah, und ihre Schwester nennt sie Baby-Balú. Und da ich nicht will, dass sie eines Tages zu ihrer Kinderfrau „Mama“ oder „Papa“ sagt, versuche ich andere Hobbys zu opfern... Aber sobald ich ein bisschen Zeit übrig habe, komme ich zurück

    Uno que otro lector y amigo me ha preguntado, por qué abandoné mi blog… La razón? Tiene cuatro meses, mide 64 centímetros, pesa casi siete kilos y es llamada por su hermanita Baby-Balú. Y ya que no quiero que mis ángeles le digan un día de estos a su niñera “mamá” o “papá”, prefiero sacrificar otras actividades… pero apenas saque un tiempito, volveré

    my angel

  • delhi belly

    »Ich hab keinen Bock diese Frau wieder zu sehen.«
    »Sie ist ganz nett, nur ein bisschen zu sehr verliebt in Indien«, antwortet meine Frau.
    »Eine Indienfreak, aber keine Nette, sondern eine Anarcho. Das ist, was sie ist. Und immer das Gleiche: Sie guckt mich schief an, ich gucke auf den Boden. Sie sagt mir ihre Meinung ins Gesicht, ich nicht, ich bin dein Ehemann – und soll immer diplomatisch sein. Diesmal mache ich aber nicht mit!« Ich hefte den Blick auf meine Frau. 

    Zwei Stunden später sitze ich mit vier europäischen Künstler und meiner Gattin im Café Coffe Day und trinke Espresso. Drei von denen sind richtig nett und reden mit mir über jeden Schmarren. Die vierte starrt mich an. Ich lächele – und gucke... auf den Boden. Zorra.

    »Weißt Du«, sagt sie plötzlich - ganz demonstrativ - zu mir: »Ich habe mir den Magen verdorben«. Ich kichere.
    »Du ärmste.«
    »Aber wisst Ihr wo...?!«
    Alle schauen sie voller Neugier und Mitleid an.
    Ich schätze mal in einem der Löcher, in denen Du wahrscheinlich jeden Tag für 50 Cent isst, denke ich. Und schweige.
    »Im „Oberoi“.«
    »Im „Oberoi“?!«
    , frage ich. In einem der schönsten und teuersten Hotels der Stadt, wo fast alles importiert wird und wo ein Mango Lassi fünf oder sechs Euro kostet... Tja, wochenlang in ach-so-billigen Indien für wenige Cents schlafen und fressen, dabei vermutlich noch denken, jetzt wäre man einer von denen, dem ausgezerrten Körper etwas gönnen und dann die längst schon eingenisteten Lambien & Co. auf das imperialistische System schieben... »Komisch, die Geschichte kenne ich von einigen Indienforen. So ein Zufall, dass das Dir auch passiert, nicht wahr?«, frage ich weiter.
    Meine Frau dreht den Kopf zu mir und tötet mich mit ihren Blicken. Ich gucke schnell zu Boden – und feixe. Die (andere) blöde Kuh schüttelt den Kopf, holt eine leere Plastikflasche aus ihrem Rucksack und geht zum Klo. 

    Minuten später kommt sie zurück. Sie erinnert mich an Cher.
    »Mensch, mein Magen rebelliert«, sagt sie.
    »Was hast Du da?« Meine wunderschönen braunen Augen können nicht glauben, was sie sehen.
    »Frisches Wasser. Meins war alle«, antwortet sie.
    »Wo hast Du „frisches“ Wasser gefunden?«
    »Woher wohl denn, aus dem Wasserhahn im Klo.«

    Sie setzt sich hin, trinkt einen großen Schluck aus ihrer Flasche und kehrt mir den Rücken zu.
    »Ich warte auf Dich im Auto«, sage ich zu meiner Frau.
    »Warum gehst Du jetzt?«, fragt einer der anderen Jungs.
    »Magenverstimmung«, antworte ich. Und gehe.

  • lebendige klischees...

    »Schreib nicht so klischeehaft«, sagt mir immer wieder meine Gattin, wenn ich über die Deutschen schreibe, die sich in ein anderes Land als ihr eigenes verliebt haben - zum Glück nicht alle nur ein paar. Ich versuche das. Aber was kann ich tun, wenn ich auf der Straße eine europäische „Inderin“ sehe – Sari, apfelgrüne Schuhe, roter Punkt auf der Stirn. Solche Menschen sind halt keine Klischees, sie sind grausame Wirklichkeit.

    Gestern war wieder einer dieser wunderbaren Klischee-Tage in meinem Leben. Ich stand auf dem Markt mit meiner Kleinen und wartete auf unseren Fahrer. Ich blätterte in der indischen Version von Men’s Health, meine Prinzessin lutschte an einem Stück Zwieback. Eine blonde weibliche Version von Siddharta kam in unsere Richtung – sie lächelte, irgendwie...meditativ. Ich drehte mich um. Zu spät kleiner Latino. Ihr langhaariger, spitzbärtiger, Inkamützetragender (sorry lieber Leser wegen der Klischees) Mann stand schon neben uns.

    »Wie süß«, sagte sie zu ihrem Freund. »Yeah«, antwortete er.
    Ich lächelte, sie zwickte meinen Engel in die Wange, meine Tochter zeigte ihre sechs (etwas schiefen) Zähne voller Krümel. Ich grüßte auf Deutsch. Kurze Verwirrung. »Ja ich bin Latino, habe aber jahrelang in eurer Heimat gelebt« (überlebt wollte ich sagen, nachdem ich diese Woche von dem Angriff auf die Inder in Sachsen gelesen hatte...ich hatte meiner Frau aber versprochen, nicht so klischeehaft zu schreiben).

    Die Frau laberte mich auf Spanisch zu. Eigentlich freute sie sich, mit einem spanischsprechenden Mensch zu sprechen. Das hatte sie zumindest am Anfang dreimal gesagt. Gesprochen habe ich aber nicht mehr als zwei Sätze. Dann plapperte sie fünf Minuten lang ununterbrochen mit ihrem deutschen Mann...auf Spanisch, versteht sich. Ab und an warfen sie uns einen Blick zu und packten meine Tochter ins Gesicht.
    Irgendwann fragte die Frau mich aber, was ich hier mache. »Leben«, antwortete ich. »Mit der Maus in Indien?«, fragte sie etwas erschrocken (so so liebe Gattin, ich bin derjenige, der klischeehaft denkt). »Ja, warum?«, fragte ich zurück. Sie errötete.
    Ich erklärte, wo ich wohne. Plötzlich war „la magia latina“ weg, ihr meditatives Lächeln verschwand aus ihrem Gesicht. Ab diesem Augenblick sprach sie Deutsch mit mir.

    »Wie?, im „Diplomaten“-Bezirk?«.
    »Ja«. Dann lächelte ich. Nicht so ganz meditativ, es war mehr ein triumphierendes Lächeln.
    »Und was arbeiten Sie?«, war ihre nächste Frage (eh?, sie hatte mich bis jetzt doch geduzt...).
    »Ich nicht. Meine Frau«. Als ich erzählt habe, wo und was sie in Delhi tut, war dieser „encanto por lo suramericano“ total weg.
    »Wiedersehen«, war ihr letzter Satz.
    »Soll ich euch irgendwohin fahren...lassen?«, war meine letzte (ich gebe zu, etwas sarkastische und extra betonte) Frage, als mein Fahrer meinen Engel und mich just in diesem Augenblick abholte...Beide drehten sich kurz zu uns, schüttelten den Kopf und verschwanden durch die Marktstände...

    Tja, so ein klischeehaftes Leben...Meins, meine ich.

  • granja lego... (español)

    Edit: Este texto (como la gran mayoría que escribo en este blog) no es una historieta. Es una realidad, es el día a día para muchos extranjeros en este país esta ciudad, que como en mi caso, aún no han logrado entender esta nueva cultura. Y lo que parece exageraciones, no lo son. Es India. Vista con mis ojos.
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    »Una granja marca Lego?«, me pregunta el vendedor.

    »Sí, por favor«.

    »Of course sir, one moment«.

    Uf, del carajo, pienso. Parece que por fin encontré esa estúpida granja para mi ángel. Ya no aguantaba más las caras de mi mujer cada noche, al tener que explicarle, que no la había conseguido. Todo porque en esta pequeña ciudad de más de quince millones de habitantes el número de almacenes (no solo) de juguetes es un poco reducido…

    Pero hasta razón tiene mi esposa de joder insistir tanto:  A nuestra hijita podría darle un patatús si no se le compraba pronto su granja, obviamente, marca Lego. No va y sea que nuestra pequeña se traumatice y no tenga la oportunidad de usar su finquita medio día y después la deje amontonada para toda una eternidad junto a la barbie-house, a la cama para sus diecisiete muñecos, al supermercado con caja-y-billetes-cuasi-de-verdad, al triciclo y  a los otros trece o catorce juguetes (estoy hablando de los grandes!) que después de abrirlos y estrellarlos contra el piso disfrutarlos un par de horas, le importan un pepino... y vuelve a su juguete preferido: Una caja de zapatos con dos huecos a cada lado. Según ella, su “shopping mall”.

    Veo venir al vendedor. Con una bolsa plástica vieja.

    »Here Sir«. El tipo sonríe. »Disculpe, pero esto no es una granja«, respondo. Y le devuelvo (amablemente) la sonrisa. »Esto es un dinosaurio plástico«. Pausa… larga pausa. Lo miro fijamente. »Granja Lego. La conoce?« Paso saliva.

    »Ah! Of course sir, of course«. El tipo desaparece entre las estanterías.

    Cálmate mijo, esto puede pasar hasta en las mejores familias, pienso para mis adentros (a propósito, cuándo piensa uno para sus afueras?). Suspiro y observo a los otros nueve empleados del diminuto almacén, los cuales, además de buscar monedas en el pantalón y hurgarse la nariz, no hacen más que mirarme y cuchichear. Qué les causará tanta risa a los caballeros el verme. Con subida de cejas y ademán de manos tipo “quieren tropel?!” intento averiguarlo. Reacción: cero.

    El hombre que me atiende regresa. Observo lo que trae bajo el brazo y enrojezco.

    »Here Sir«. »Here qué…?«, le pregunto, mientras me muestra tres muñecos parecidos a los power rangers.

    »Lego«, responde. »”Granja-Lego?!”«, le reclamo recontraenputado en voz alta.

    Ante mí se encuentra una pared de tez morena con dos hileras de ladrillos blanquísimos, que solo repite: »Yes sir, Lego«.

    Mientras rechino los dientes le digo: »L E G O F A R M!« Trato de calmarme. »You know, a farm with animals, dogs, cows… you know«.

    En ese preciso instante aparece detrás del tipo una figura muy pequeña, regordeta y cachetona (no!, no era un espejo!): Otro asesor. En una mano sostiene un carro de bomberos, en la otra una motocicleta policíaca que dispara luces y sonidos sin parar.

    Los miro. Callo y tiemblo. El uno me muestra los power rangers, el otro el carro y la moto, los dos mueven la cabeza como perrito de decoración en carro de familia ñera. Escucho la risa del resto de "asesores". Mierda, ayer le había prometido a mi mujer tranquilizarme y no dejarme provocar de esa  actitud tipo: todo me vale tres mierdas serena y sosegada de unos cuantos millones en esta ciudad, pero realmente no sé si pueda...

    Por última vez repito en voz alta, clara y en mi mejor inglés: »Lego farm….you know, farm, animals, porks«. Le clavo la mirada al doble indio de Danny de Vitto: »Animals, donkeys, donkeys, donkeys!«. El tipo sale volando detrás de las estanterías.

    Tic, tac, tic, tac, tic, tac.

    Veo venir una caja de cartón tamaño niño que se mueve por sí sola. Suelto una carcajada. Dos colegas le ayudan al Danny indio a poner la caja encima de una vitrina.

    Por favor, no lo vayas a decir, pienso por un momento mirando al super vendedor que me asesoró desde el comienzo. Por favor, no lo vayas a decir…

    »Here Sir«. Mierda, lo dijo!

    No sé si seguir riendo o ponerme a llorar. Frente a mis ojos sacan del cartón a un pony. Un gigantesco pony de peluche de color marrón y melena dorada...

    Voy a la caja, agarro dos botellitas de burbujas de jabón, pago el par de centavos que cuestan, miro por última vez el circo que dejo atrás y abandono el lugar.

    Ya estando en el carro escucho un susurro: »Sir?...Siiiir?«. No se vaya a voltear pelotudo, me digo, súbase al carro y lárguese. Me volteo. En la entrada del almacén veo diez tipos. Y un pony. O un burro…?

  • Motorräder in Indien... Motocicletas en La India...

    (Español ver más abajo)
    Leider habe ich heute kein Motorrad mit FÜNF "Fahrgästen" gesehen... Übrigens, Kinder und Frauen müssen keinen Helm tragen. Männer sind für den Unterhalt der Familie zuständig - Frauen nicht. (Alle Bilder öffnen sich als Pop-up)

    Lamentablemente no vi hoy ninguna Moto con CINCO pasajeros... Como puedes ver, mujeres y niños no usan casco... El hombre es el único que puede opinar responsable para el sustento de la familia. Igualdad de derechos en La India? Me río de Janeiro.
    (Hazle doble-clic a las fotos para verlas en su tamaño original)

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  • cliches vivos... (español)

    »Evita los clichés«, me repite mi esposa una y otra vez, cuando escribo sobre turistas europeos que se enamoran de un país - que obviamente no es el suyo. Claro que lo intento, pero qué puedo hacer cuando veo en el centro de Delhi a una “india“ rubia con rastafari y con cierto-humor-y-un-par-de-pelitos-de-más-bajo-las-axilas de mucho sari, zapatos verde manzana tipo arlequín y punto rojo en la frente. Ah,  y por lo general acompañada de otro “alternativo” con pantalón amarillo bombacho hasta la pantorrilla, chanclas del año upa, mochila inca, y cabeza casi totalmente rapada con mini colita de caballo. Ese tipo de personas no son un cliché, son el pan de cada día.

    Ayer fue uno esos días. Un día-cliché. Me encontraba en el Khan Market esperando con mi chinita en el brazo al conductor (ojo, el autor no está chicaneando, aquí cualquier pelagato tiene fercho;-)). Yo leyendo la versión india de Men’s Health y mi ángel llenándome el hombro de babas y migajas de croissant.

    De repente una versión femenina rubia de Siddharta se dirige directo hacia nosotros. Nos sonríe… hm, digamos, meditativamente. Y esta qué quiere? Intento escapar. Too late pequeño sudaca. Su amigo, un muchacho de unos cuarenta y ocho años con barba tipo cabra, cachucha indígena y camisón de dormir (discúlpenme por tantos clichés) me corta el camino. Ni pa’lante, ni pa’tras. Los dos me saludan en coro. Y sonríen...

    »Wie süß«, dice la mujer. »Bien dulce, cierto?«, respondo.
    »Latino?!«. »Sí«.
    La “chica” le agarra un cachete a mi ángel; la gorda le muestra sus trece dientes retorcidos llenos de moronas. A continuación los saludo - en alemán. Los yogis cambian miradas un poco confusas. »Sí, soy latino pero viví en su país casi veinte años«. La mujer me explica que habla un “poco” de castellano - en un español, digamos… trabadito. »Cheveguísimo poder encontrado uno hispano«, añade.

    … Ah, por qué no hombre?, recapacito. Aquí casi nunca tienes la oportunidad de hablar en tu lengua materna y estos dos se están esforzando en hacerlo. Dejemos los prejuicios a un lado y charlemos un rato!

    Pongo la mano izquierda con el puño cerrado bajo la nariz y carraspeo. »Y cómo les ha parecido la India?«, pregunto. Ninguno me responde, los dos charlan en castellano - entre ellos. Carraspeo nuevamente e intento interrumpirlos. »Bla, bla, bla«. No me determinan, bueno, de cuando en vez, alguno le agarra la mejilla a mi bebé. Pero eso es todo. Me pongo colorado - rabia o vergüenza, realmente no lo sé. Pelotudos. Doy media vuelta. Lamentablemente ellos también. La mujer me pone la mano en el hombro y me pregunta qué hacemos en la India.

    Me quedo mirándola y respondo: »Vivir«.
    »Ajá, y dónde?«
    Cuando le explico en que barrio vivimos, desaparece de su rostro esa sonrisa meditativa, que la había caracterizado minutos atrás. Y de repente me habla en alemán. En la frente se le acentúan dos líneas. Me recuerda el mes de febrero en Alemania.

    »En el barrio diplomático!?«, pregunta, entonando la última palabra.
    »Yeah«, respondo. Sonriendo. No tan meditativamente como ella.
    »Y en qué trabaja usted?«, continúa interrogándome, mientras el hombre le hala el brazo. Eh?, y esta mona por qué no me tutea más, me pregunto… mientras sigo sonriendo.
    »Yo? Nada. Mi esposa«. Apenas empiezo a contarles lo que ese genio hecho mujer hace en Delhi se dan la vuelta y me dejan hablando solo. »Wiedersehen«, es lo último que alcanzo a escucharles. En ese preciso instante llega el conductor a recogernos. »Mámonos«, balbucea mi hijita.

    »Hey«, les grito al alcanzarlos con el carro. Ambos voltean la cabeza por un instante en nuestra dirección. »Quieren que mi conductor los arrime a alguna parte?«, les pregunto (lo reconozco, en ese momento me comporté como un patán, arrogante y sarcástico a más no poder, pero es que no podía quedarme con esa espina…). Los dos sacuden la cabeza, me miran como un culo un poco raro y desaparecen entre bicicletas, mendigos y rikshas…

    Bueno, qué se le va a hacer. Una vida llena de clichés. La mía, por supuesto.

  • delhi belly (español)

    »Hombre, que no tengo ganas de ver a esa tonta.«
    »Pero si es lo más de amable, solo un tricito re-enamorada de la India«
    , me responde mi esposa.
    »Una típica rubia loca fanática de la India, pero no una de las amables, sino una anarco. Eso es lo que es. Y siempre la misma vaina: Me mira rayado, a mí me toca mirar al piso. La mujer me dice su opinión en la cara sin asco. Y yo? Ni modos, yo soy tu esposo y debo ser diplomático. Pero esta vez si no voy a tus reunioncitas pendejas, te lo juro!« Le clavo la mirada a mi mujer… y no se la quito…

    Dos horas más tardes me encuentro en compañía de cuatro artistas europeos y mi esposa en el café Coffe Day en el Khan Market. Tomando Espresso. Tres de ellos son muy bacanes y conversamos de cualquier pendejada. Y la cuarta? Correcto. Me mira rayado… y yo miro al piso… Schlampe.

    »Sabes una cosa?«, me pregunta repentinamente. »Me jodí el estómago«. Yo sonrío.
    »Pobrecita.«
    »Pero saben dónde me indigesté?«
    Todos la observan con compasión y curiosidad.
    Me imagino zorra que en uno de esos huecos que sueles frecuentar y donde por 50 centavos de euro te llenas la panza. Cuánto quisiera decirle esa y otras verdades… pero mejor sigo observándola y callo.

    »En el Oberoi.«
    »En el Oberoi?!«
    , pregunto más que asombrado. En uno de los hotels más costosos y bellos de Delhi, donde casi todo es importado y un mango lassi no cuesta menos de cinco o seis euros… Sí claro, semanas y semanas tragando y durmiendo por un par de centavos en la super-barata-y-alternativa-India y por el simple hecho de darle al final del viaje un lujo al pobre cuerpo que ya está hecho trizas, se le echa la culpa al sistema imperialista de la diarrea causada por las amibas & Co. incubadas a través de todo el viaje.

    »Tan raro, esa historieta la conozco de algunos foros sobre la India en Internet. Qué casualidad que a ti también te pasó, no cierto?!«, le pregunto, mientras le pico el ojo.
    Mi mujer se voltea y me mata con la mirada. Yo miro rapidito hacia el piso – y me cago de la risa sonrío. La (otra) estúpida sacude la cabeza, saca una botella medio sucia de su mochila y se va para el baño.

    Un par de minutos después regresa. Al verla recuerdo a Cher.

    »Mierda, mi estómago no quiere calmarse.«
    »Oye, qué tienes ahí?«
    Mis bellos ojos marrones no pueden creer lo que están viendo.
    »Agua fresca.«
    »Agua fresca?
    De dónde diablos sacaste „agua fresca“?!«
    »Pues de dónde va a ser? Del grifo en el baño.«

    La mujercita se sienta, toma un trago largo, larguísimo (sí, de la botella...), me da la espalda y continúa la charla con el resto de amigos. Yo me muerdo el labio inferior y frunzo el seño.

    »Te espero en el carro«, le digo a mi esposa.
    »Por qué te vas tan rápido viejo?«, me pregunta uno de los otros muchachos.
    »Ach, la úlcera hermano«, le respondo. Y me voy.

  • cadenas de m...;-) (español)

    Hoy recibí por jijuemil vez uno de esos mails, al cual casi no se le reconoce el “asunto”, ya que llega acompañado de una hilera de “rv: fwd: fwd: rv: fwd”, que oculta el tema en cuestión, el que sowieso de por sí tratará con seguridad sobre el medio ambiente, la injusticia actual en el mundo y el qué hacer para combatirla, el cómo tratar a nuestros hijos para crear seres de bien y evitar que se vuelvan ladrones o políticos (yo y mis redundancias... ya estoy igual que mis amigos españoles que entran pa’ dentro y suben pa’rriba) o alguna hermosa presentación powerpoint hecha parábola llena de metáforas y floridas frases mostrándonos lo importante qué es amarnos los unos a los otros sin hacerle daño al prójimo (con sonido de fondo, cielo nublado atravesado por un sol resplandeciente, querubines regordetes que aparecen cada vez que aprietas la tecla enter, y muchas mas maricaditas intentando de una u otra forma, obviamente dependiendo de tu intelecto, hacerte sentir como una rata y ante todo culpable de lo vuelto mierda que está el mundo).

    Al ver el remitente del mail lo borré inmediatamente. Mi querida amiga M*, alias la reenvío. Dos o tres correos recibo de ella, semanales. Qué cómo está la muchachita? En sus años aguantaba. Pero cómo le estará yendo hoy en día…? Ni perra idea. Es que solo manda cadenas. Sí, chains, Ketten, esos correitos pendejos que te envía algún paparote obligándote sicológicamente a reenviarlos a no sé cuántos mamertos más para que la suerte no te abandone - así te esté yendo como perros en misa. De no hacerlo serás castigado por el Todo Poderoso por ser mal cristiano y/o padre, madre, hijo o amigo (según sea tu caso). Te caerá sal de todas partes, no volverás a ganar millones en la lotería, tu pareja pasará repentinamente de ser tu gorditachiquis o perritopuchis a ser sencillamente estaperravagabunda o estecerdoasqueroso (obviamente si ya no te ha sucedido automáticamente al llevar más de cinco años de vida conyugal). En fin, se te joderá la vida. Para siempre. Y todo por no reenviar la cadenita de m… So ein Pech, de malas!

    Obviamente las primeras veces que recibía esos mensajes me hacía el pendejo y se los enviaba a mis hermanos y amigos más cercanos, como quien no quería la vaina... no vaya y perdiera mi super Job de lavaplatos en la pizzería Piccola Musica en Berlín-Kreuzberg y mi novia italo-polaca de aquellas épocas me fuera a traicionar nuevamente... pero después de un par de cientos de veces  me mamé! Entschieden, decidido: Pa’ su mierda mis amigos y sus cadenas!

    Pero la verdad es que más que todo me aburrí de esas pendejadas por el hecho de imaginarme a los que me las enviaban, predicando y obviamente… no practicando:

    - Aconsejándome tratar bien a mi prójimo... y ellos tratando a la pobre chacha de servicio (que casi siempre la “importan” del pueblo donde tienen la super finca ganadera o de recreo) como a una basura, ufanándose de pagarle “muchííísimo más del mínimo!” y darle “un domingo al mes libre y a su mera disposición para que haga lo que le de la regalada gana”. Y si está buena la muchachita, revolcarla de vez en cuando, hasta dejarla un buen día como un ping-pong y mandarla de regreso al pueblo con un par de pesos en el delantal y un bastardito en la barriga...

    - O enviándome unos folios que muestran lo bello que es ser padre de familia, dedicándole la mayor parte de tiempo posible a sus hijitos y a la pareja. Oh, wie schön, qué lindo… Pero, aparte de este pecho y otros dos o tres tarados que nos ha tocado quedarnos en la casa por cuestiones del destino (llamémoslo pereza, desempleo, sueños inalcanzables, esposa muy inteligente o un poco de todo lo anterior), no conozco (casi?) ningún amigo que voluntariamente intente trabajar desde la casa uno o dos días, sacrificando un poco su carrera por la familia. Hijos? Pareja? Para eso está el weekend;-) Quizás hay un poconón  de envidia de mi parte en el comentario, ya que debo estar con mi hermoso bebé en casa todos los días, bueno, con niñera, pero de todos modos es bien pesado. Pero!, de que es cierto, muy, pero muy cierto, es que los hombres nos hacemos los pendejos cuando se trata de trasnocharse por los bebés y cambiar pañales, nicht wahr Stefan;-)?

    - Aunque una de las mejores cadenas es la tipo: “no olvides a tus amigos”, “no dejes para mañana la frase amable que puedes decir hoy”, “en difíciles momentos se conoce al verdadero amigo”, etc., etc… Cuando recibo una pendejada de esas siento ganas de agarrar a chuties el notebook berrear. Cuándo fue la última vez que algún amigo me llamó o me escribió (obviamente si no estaba de casualidad de viaje de negocios por estos lares y quería ahorrarse unos dólares y gorrear hotel)? Hm… Y ahora tengo yo que llamarlos? Pues mijos, como diría el coro de la canción ñero-merengue de los 14-Cañonazos-Volumen-37 que se encontró mi hijita la semana pasada en el sótano de la casa y que es su nuevo hit número uno y tararea todas las mañanas: Mamola!
     

    PD: Y ya que no quiero botar billete llamando desde la India a los ingratos de mis amigotes, ni le quiero subir el sueldo de hambre ni al chofer ni al cocinero y tampoco deseo bajarle las horas de trabajo a la niñera, ni voy a cambiar mi campero traga diesel (al cual le mandé poner vidrios traquetos-polarizados para no tener que ver tan de frente esta pobreza tan malp* en esta ciudad)…por esas y otras razones igualmente humanas y llenas de amor he decidido: No leer ni reenviar cadenas.  Nunca más! Agüerista que soy...

  • asesando...

    Hace un par de meses, cuando iba en el metro al centro de Munich recorde por un momento mi ultima visita a Bogota:

    "Tomo un taxi y me dirijo hacia el casco antiguo de la ciudad.  Viejo, lleno abolladuras y apestando a combustible. El conductor: un suicida. Al menos asi maneja. Abro la ventana y respiro una mezcla de aire y dioxido de carbono que sale a bocanadas de los exhostos de buses y camiones. Trancones por todas partes, huecos y charcos.
    Detras nuestro vienen dos carros diplomaticos. Ambos Mercedes Benz, escoltados por dos motocicletas. El Convoy intenta sobrepasarnos. El taxista opone resistencia, acelera y se les atraviesa en el camino. Este vago miserable va que vuela, pienso mientras trago saliva. Quizas por esto no ve un hueco gigantesco en la mitad de la calle. Puta, que salto. Casi me rompo la cabeza contra el capo.

    Una de las motos nos alcanza, el acompaniante nos muestra una mini-usi. Hagan campo. El taxista sonrie. Y acelera. La moto se nos pega, y segundos despues nos sobrepasan las dos motos. Nos encanonan. Yo tiemblo, la copia chiva de Schumacher se da por vencido. Gracias Dios. El convoy diplomatico pasa de largo.

    Zaz. Mierda. La camisa me queda empapada. Intento cerrar la ventana. Me quedo con la manija en la mano. Zaz, otra vez. La maldita ventana se queda trancada, obviamente abierta para mi desgracia. Esos cerdos diplomaticos me acaban de embadurnar de pies a cabeza. Y mis panuelos desechables? Busco en mi mochila. Y este chino huevón abusivo? Cojanlo, grito a todo pulmon. Un nino de diez u once anios me arrebata el reloj y desaparece en zig-zag entre el trafico. Y ahora? Lo persigo? Ah, para que diablos me busco problemas? En la estacion de trenes en Munich consigo un reloj igualito por tres euros. Encuentro los panuelos y me seco la cara. Aprieto mi mochila y me trago una nube de humo de un bus que pasa por el lado…"

    El metro para en la estacion de Marienplatz. Me bajo. Un convoy de viejos alemanes me sobrepasan. Suspiro. Accion pura...pero en camara lenta. A veces extrano mi tierra - mucho.

    Y antes que un desadaptado me diga “largate sudaca pa tu tierra”, repito: A veces, no siempre.

  • ikea in indien...

    Ikea soll Ende dieses Jahres nach Delhi kommen. Wozu frage ich mich? Hier in Delhi kommt der Möbelhersteller direkt zu dir, gibt dir die beste Beratung, liefert ohne Aufpreis und am Ende bekommst du (selbstverständlich wenn du dich nicht wie einige Expats ein typischer Neureicher benimmst und nicht mehr als 10 Euro für eine ganze Wohnzimmergarnitur zahlen willst) einen kleinen Hocker oder ein Körbchen als Geschenk dazu.

    ...Und Katalog hat er, der Ikea-Mensh, immer dabei...und was für einen...

    möbellieferant

    möbellieferant ikea 2

  • vereinsheim II

    Was bisher geschah...

    Fortsetzung:

    ...Ich stehe auf dem Bürgersteig und suche mit den Augen die wahre Verräterin, sehe aber nur eine Gruppe Italiener, die am Feiern ist. »Tranquilo, tranquilo«, sagt mir meine Frau immer wieder und versucht, mich zu beruhigen. »Alles klar«.

    Ich atme tief durch, bestelle ein Weißbier an einem der unzähligen Bierstände auf der Straße und setze mich auf eine Biergartenbank. Ich stelle das kalte Glas auf mein verletztes Auge, es schwillt langsam an und tut weh. Meine Frau bleibt stehen und streichelt mir die Glatze. Die Italiener feiern weiter. »Marina, Marina, Marina«, singen alle im Chor und tanzen im Kreis. Unter allen dieser schwarzen Köpfen strahlt ein blonder Fleck, der aus der Mitte des Kreises immer wieder in die Luft hüpft und sich von der Menschenmenge anfeuern lässt. Ich springe von der Bank und nähere mich. »Hey, lass uns tanzen«, sagt der blonde Fleck mit schriller Stimme zu mir. Ich mustere sie von oben bis unten: Drei dünne schwarzrotgoldene Striche auf jeder Wange, deutsche Blumenkette um den Hals, ein blonder, mit einem Fußballkugeln-Haargummi gebundener Pferdeschwanz, weißes T-Shirt mit zwei schwarzrotgoldenen Blumen an der Brust. Zweifellos, das ist sie, die-scheiß-egal-wer-spielt-ich-bin-immer-für-den-Gewinner-
    Hauptsache-Feiern-Zicke
    , meine Freundin Uta.

    Ab diesem Moment läuft bei mir alles wie in Zeitlupe. Sie tanzt, mein Kopf brüllt. Wie verdammt schwierig war es, einen Tisch im „Vereinsheim“,  der angesagtesten Fußballbar Münchens, zu kriegen? Uta wird von zwei Männern an den Hintern gepackt und in die Luft geworfen. Sie lacht, die Kerle beißen sich auf die Lippen, ich suche verzweifelt eine leere Flasche oder wenigsten einen Stein. Wie vielen guten Freunden musste ich absagen, nur wegen ihr und ihrer Bekannten. Die italienischen Fans singen „Azurro“, sie trällert mit. Eine schmale Fahnenstange liegt auf dem Boden, ich richte meinen Blick darauf - besser als nichts, ich grinse. Im Laufe der WM war ich fast ein Stammkunde im „Vereinsheim“ geworden. Dafür musste ich fast jedes Spiel sehen, sogar Tunesien-Saudi-Arabien - ich wollte unbedingt einen guten Eindruck hinterlassen. Der eine oder andere dachte tatsäschlich, ich wäre alemán. Und jetzt? Rausgeworfen, wie eine Ratte, als Verräter rausgeschmissen. Und Uta tanzt und tanzt und träumt von ihren blöden Eiskugeln.

    Meine Frau verliert mich eine Sekunde aus den Augen. Ich nutze die Chance, packe die Fahnenstange und versuche, sie auf Utas Hinterkopf zu werfen (wenigstens eine Minirache, denke ich). Klick. Ohne Erfolg. Ich liege am Boden mit Handschellen, mein verletztes Auge wird von einem Knie gegen den Asphalt zerquetscht, meine Frau weint, Uta macht große Augen. »Was ist passiert?«, fragt sie meine Frau. Ich versuche aufzustehen, wenigsten sie ein Mal treten, das würde mir reichen. Meine Frau schimpft mit Uta, Uta verschwindet heulend. »Danke Schatz«, murmele ich und leiste keinen Widerstand mehr. Trotzdem werde ich festgenommen. „Angriff mit rassistischem Hintergrund“. Wie bitte?

    Ich sitze im Streifenwagen, eine Beamtin liest die Anschuldigung weiter vor: Angriff gegen eine Gruppe italienischer Fans, die friedlich den Sieg ihrer Nationalmannschaft an der Münchner Occamstraße feierten. »Wie konnten Sie es wagen, diese Jungs mit dieser Stange anzugreifen?«, fragt mich die Polizistin. Ich schweige und seufze. Der Wagen fährt los. Ich werfe meiner Frau eine Kusshand zu. Als das Auto um die Ecke biegt, spiegelt es sich in einem Schaufenster wider. Sechs französische Fans im blauen Trikot wärmen sich für ihr Halbfinale am nächsten Abend gegen Portugal in unserer Arena auf. Eine blonde Frau begleitet sie dabei und hüpft auf und nieder. Der Reflex der Lichter des grünen Wagens blendet mich, ich kann die Frau nicht genau erkennen. Besser so.

    FIN

  • vereinsheim...

    München, Juli 2006...

    »Toll. Vier Kugeln Eis gewonnen«. Uta springt wie verrückt herum und schreit den gleichen Satz immer wieder. Was meint sie damit?, frage ich mich. Ihre Stimme hört sich weg, weit weg an. Ich starre auf die Bilder im Fernsehen. Gerald streichelt David den Kopf. »Ja, vier Kugeln, ich habe bis jetzt noch nie etwas gewonnen«, ruft sie noch einmal in meine Richtung und hüpft weiter. Ich senke den Kopf und knalle die Stirn gegen den Tisch. Die Oberfläche klebt. Scheiß egal, ich beschmiere mir das Gesicht mit Bierresten. Meine Frau umarmt mich. Ich hebe den Blick. Die meisten sitzen noch und schweigen, nur ein paar Seelen verlassen das Lokal. Der DJ dreht die Lautstärke auf Null. Nur Utas Lachen hört man. Ihr Lachen und ihren Satz mit den Eiskugeln. Ihre blonde Mähne bewegt sie wie eine Papierschlange. Michael weint und Jürgen läuft ziellos herum.

    Uta klopft mir auf die Schulter. »Nein, ich bin nicht taub, ich bin geschockt«, sage ich wütend.  »Warum?«, fragt sie. Ich zittere und werde rot. Ich suche ein leeres Bierglas. Alles abgeräumt. Mist. »Ich habe noch nie in meinem Leben irgend etwas gewonnen und morgen bekomme ich vier Eiskugeln«, sagt sie. Auch kein Aschenbecher, keine Flasche, kein scharfer Gegenstand. Ich finde nichts, was ich als Waffe benutzen könnte.

    »Was meinst du damit, Uta?«, fragt meine Frau in einem extra leisen und vorsichtigen Ton. »Italien hat gewonnen«, ruft Uta. Miroslav sitzt noch am Boden. »Und dadurch habe ich meine Wette gewonnen«, sagt sie noch. Ich drehe mich um, vernichte Uta mit meinem Blick und versuche, einen Stuhl zu packen - vergeblich. »Was sagt du?«, frage ich sie schreiend (oder weinend?, weiß nicht mehr). Meine Frau wirft mir einen bösen Blick und hält mir beide Hände fest. »Italia, Itaaalia«, singt Uta und geht tanzend auf die Straße.

    »Arschloch«, ruft ein Typ in meine Richtung. »Wer, ich?«, frage ich erstaunt. »Ja du«. Warum ich, du Penner?, will ich wissen, ohne die Frage wirklich zu stellen - der Kerl ist riesengroß und mehr als angetrunken. »Verräter«, schreit er. Ich fasse mir an die Wangen, eine schwarzrotgoldene Mischung bleibt mir an den Fingern kleben. Meine deutsche Fahne hängt mir noch um dem Hals. Es ist brutal schwül, nur deshalb trage ich nicht die Perücke und den Schal, sie liegen auf dem Tisch. »Guck mich an, ICH bin doch kein Verräter, das war doch ....«, versuche ich ihm zu erklären. Zu spät. Eine Faust hat gerade mein linkes Auge erwischt. Meine Frau schreit und fleht um Hilfe, ich lande zwischen zwei Stühlen. Über zwanzig Leute verteidigen uns. Der Typ wird beruhigt, seine Freunde nehmen ihn mit.

    »Danke, danke«, sage ich zu meinen Lebensrettern. Niemand antwortet. Mehr als vierzig wütende Augen pendeln zwischen uns und dem Ausgang. Was ist? Sie verlangen von uns, die Bar zu verlassen. Aber warum verdammt? »Verschwindet, bevor wir euch rausschmeißen«, sagt uns eine in eine deutsche Fahne eingewickelte weibliche Mumie mit bemaltem Gesicht. Ich hebe meine Perücke und den Schal und latsche zur Tür. »Viel Spaß beim Eis Essen und kommt nie wieder hierher«, sagt uns ein Kellner an der Tür. Eis? Eis essen gehen? Uta, du blöde Zicke. »Aber sie ist nur eine Bekannte«, erkläre ich mit einer von Schluchzen erstickten Stimme. »Raus, habe ich gesagt«...

    Fortsetzung

  • wienerwald in indien...pollito sudado...

    Ein Stück Hühnerbrust gefällig...?
    Ganas de un trocito de pollo...?

    wienerwald in delhi
    (INA-Market, New Delhi)

  • latin-lover-award. and the winner is...

    (Español ver post anterior)

    Und die "Grüne Guanábana" geht an:

    Hugo Chavez, der kleine Pfadfinder.

    hugo pfadfinder

    Warum?:

    - Der pummelige Junge nennt den Teufel (vor der gesamten UNO-Versammlung) beim Namen.

  • latin-lover-award. and the winner is... (español)

    Y el ganador de la "Guanabana Verde" es:

    Hugo el pequenio boy scout!

    hugo pfadfinder

    Por qué?:

    - El gordito llama al diablo - delante de toda la UNO - por su nombre. “Georgie apesta a azufre, es alcoholico y reencarna al diablo”, afirma nuestro boy scout. Todos lo aplauden (quizas yo tambien lo hubiera hecho), el se festeja. Bravo…

    Eh, pero que es esto?…un momento! De donde sacaron estas fotos (ver abajo)? Un montaje? Lo dudo: Huguito de mano cogida con el otro diablo (el mismo que niega vehementemente el holocausto, pide butacas chiquitas en las entrevistas para no quedar como un pitufo y esta obstinado en producir uranio…solo para consumo privado…para la chimenea, me imagino). Que dulces se ven, como dos Bob-the-builder… Aja, un diablo como enemigo, el otro como amigo y nuestro muchacho en la mitad…Como dice el dicho: Mas sabe el diablo por petrolero que por diablo

    iranyvenezuela

    - Ademas es el unico presidente que uno puede comprar en cada semaforo. Con baterias y con frases incorporadas. Solo hay que apretarle la espalda. Un verdadero Showman. La version criolla de Chucky el carburadorcito.

    Hugo Puppe

    - A proposito de showman: Algunos lo consideran el nuevo Fidel Castro. Para mi un poquito exagerado. Mas parecido le encuentro con Silvio Berlusconi o con Don Francisco (tiene hasta su programa de tv propio). O quizas con una copia mexicana de Vicente Fernandez. Hasta sombrero ya tiene.

    hugo mariachi

    Pero siendo sinceros: Hugo no es solo un artista o demagogo. En Cuba lo adoran. En el viaje que hice hace un anio a la isla bonita no encontre ni un solo pueblo, donde en las escuelas o alcaldias no hubiera una foto de el al lado del Che y de Fidel. La isla sin la inyeccion monetaria venezolana...ni imaginarlo. Y hablando de Venezuela: Escuela gratuita para todos, mas de un millon de personas necesitadas reciben una comida diaria,medicina preventiva para los mas dafavorecidos. Nada normal en Latinoamerica. O no?

    hugo en politica

    Pero lo mas bacano en su sistema: la mayoria de corruptos (de la politica y la economia) tuvieron que largarse con familia y corotos para Miami. Lastima;-) Obvio que aun hay corrupción, pero al menos no son los mismos caciques de siempre.

    Cosas buenas, cosas malas. Hugo el showman. Mas del 60% de la población lo reeligio. Manipulacion de votos, dirian muchos de mis amigos latinos de buenas familias. Pero en Venezuela hay una pobreza que llega al 60%. Manipulacion seria una casualidad poco logica. No te parece? Me quito el sombrero viejo Hugo. A tu salud!

    PS: por si las moscas: mis textos en castellano los escribo sin tildes para evitar errores de presentacion en los ordenadores de mis compadres en Latinoamerica.

  • elefanten-parken verboten... / prohibido parquear elefantes...

    elefantenparken verboten in delhi
    Parkverbotzone (beim Hyatt-Hotel im Zentrum Delhis)

    (español ver más abajo)

    Ein Bild sagt mehr als tausend Worten...

    Manche haben mich mehrmals gefragt, warum ich nicht über Indien berichte...also, ab jetzt werde ich ab und zu über meine neue Heimat erzählen...aber mit Bildern...Ich bin kein Fotograf, eigentlich möchte ich euch nur meine täglichen Eindrucke zeigen - nicht mehr, auch nicht weniger. Besuch einfach mein Fotoblog.

    Viel Spass,
    derfaulelatinlover

    latinlover fotoblog

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    Una imagen dice más que mil palabras...

    Algunos me han preguntado por que no "posteo" sobre la India...por esa razón: a partir de este momento lo haré...pero con fotos...échate una pasadita por mi fotoblog. No soy fotógrafo, solo deseo compartir con ustedes las impresiones que vivo día a día en esta tierra

    Espero les guste,
    ellochudoamantelatino

    latinlover fotoblog

  • it's halloween again...(deutsch/español)

    (Español ver abajo)

    31.10., Bogota, Kolumbien.
    Zwei Recicladores, zwei unserer menschlichen "Grüner-Punkt-Sammler" mit ihren Kindern. Kein Geld vorhanden. Dafür viel Kreativität und vor allem jede Menge Liebe...

    31.10., Bogota.
    Dos recicladores (personas que recogen desperdicios reusables) con sus hijitos. Quizas sin un centavo en el bolsillo...pero con mucha creatividad y mucho amor...

    recicladores

  • el concierto de conciertos... (final)

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    Continuación:
    ...
    El tiempo pasa… Y la mona? Me sigue observando. Y esa vaina? Empiezo a bailar el pasito cachaco y a mover la melena de lado a lado. Mira y mira. Qué chimba. Me sonríe. El corazón se me sale. Sigue sonriendo. Me pongo como un tomate. Me saluda moviendo la mano. Y ahora qué hago Niño Jesús? Mi amigo Juan se queda detallándome. »Se encacorró papá?« »Ah, comé mierda Juancho«, le respondo, mientras lo dejo hablando solo y bajo como un autómata los escalones…en su búsqueda.

    …Estamos frente a frente. Qué ojos, pero qué ojazos. No coordino mis movimientos, los labios me tiemblan. Creo que me siento como “trabado” (aunque en mi vida lo máximo que he fumado es pielroja sin filtro creo que uno así debe sentirse - una mezcla entre alcohol, música a todo taco, adrenalina al 100%, sudor frío y cálido a la vez y el zumbido lejano de miles de personas tarareando la música que te encanta... ah, y deseo carnal… virgen.

    »Hola.« Suspiro. Le devuelvo el saludo y extiendo la mano.
    »Anticuado«, me dice mientras se carcajea y me planta un beso en la mejilla.
    »Encantado en conoc...«
    »Milena.«
    »Qué nombre tan chévere.«
    »El tuyo también.«
    »De dónde lo sabes si no te lo he dicho?«
    Nos reímos.
    »Pero que tufito el del Señor« Sonrío mientras entreabro mi chaqueta y le muestro media de aguardiente.
    »Puedo?«, me pregunta. Muevo la cabeza afirmando.
    »Uy, que nota. Gracias…«
    »…Martín«, completo su frase.
    »…Gracias… Tintín…«

    La gente grita. »Y este man qué hace con esas Rayban si ya está de noche?«, le pregunto a ese ángel echo mujer.
    »Respete maleducado«, me responde.
    »Pero no se enoje mi amor, era solo un chistecito.«
    »Muy gracioso... Nos vemos en la siguiente pausa, okay?«
    Lo que desees cosita rica, quisiera decirle. »Okay«, es lo único que me sale de los labios.
    Con pasito tun-tun regreso a mi puesto. La siguiente hora la dedicamos con mis amigos a chupar y a disfrutar del vozarrón del señor de las gafas negras, de José Feliciano y sus baladotas... Lamentablemente las primeras canciones poco puedo disfrutarlas ya que mis enemigos amigotes me la clavan…y no me la sacan. Qué montada! Y qué oso recordar mi reacción. Que diferente hubiera sido hoy en día. Pero en aquel entonces? Todos éramos muy pelados…y yo muy pelotudo. Solo atiné a empujarlos, a gritar un par de vulgaridades y babosadas incoherentes, a rehacer mi cola de caballo con mi cauchito anaranjado y a empacarme casi un cuarto de aguardiente de un solo sorbo. Un macho, un putas boy, un imbécil.

    Aguardiente y aguardiente…y aguaaaardieeennte…Click.

    …Vuelvo en sí. Eh? No sé qué he hecho en los últimos minutos…u horas? Pucha, se me borró el casete.  Poco a poco voy cayendo en cuenta dónde estoy. Keine Ahnung cuánto me he perdido del concierto. Mi primera reacción? Milena. Dónde anda mi monita…? En su fila no está. Giro la cabeza 90°. Sentadita al lado mío?! Eh, qué pasó acá?! Hice algo malo? No señor, estamos cogidos de la mano. Y cómo lo logré? Ah, qué importa. Lo importante es… correcto, pasarla bien bacano y disfrutar el momento.
    Y mis amigos? Un par andan en situaciones similares. Otros tres curando la rasca en el piso. Y el resto? Niansesabe.

    La noche parece no tener fin. Bailar, beber, besar, fumar, apachurrarnos, brincar, gozar. Una banda se va, otro llega. Los toreros muertos y su agüita amarilla. Los Prisioneros y por que no se van. Etc. Etcétera. Etc.
    Cuatro de la mañana, los ojos se me caen del sueño, mi mamá me va a acabar a palo. Pero qué importan esas pequeñeces si mi nueva novia Milena tiene recostada su melena (sorry por la casi-redundancia) en mi hombro. Primero el gusto…

    …Van a ser las cinco.
    »Nos vamos?«, le pregunto a mi nuevo (o el primero en mi vida?) levante.
    »Pero yo vine solo por él.« No solo sumercé mija, pienso. Casi todas las mujeres vinieron a ver a ese mechudo (repinta y papitorico) cara de hippie llamado Mateos. Pero parece que nos quedó como un zapato, lástima…
    »Okay, vámonos.«

    …Nos dirigimos hacia la salida de la tribuna. Un momento! El escenario se llena de repente de neblina. Cambio de luces. »Qué es lo que quieren?«, pregunta una sombra entre la niebla. Mi ángel (negro, como lo pude confirmar años después) me aprieta la mano. Y comienza a brincar y gritar. Ella y otros 15 o 20 mil roqueros que aún no hemos abandonado el estadio. La razón: El maestro, el único, el rey del rock en español, el argentino (no body is perfect) Miguel Mateos sale al escenario.
    Noventa minutos de obsesión, bailando con mi sombra en la pared, llámame si me necesitas y el resto de su repertorio... Inolvidable. "Desnúúdame, lentalentalentamente, desnúúúdame"... aún recuerdo como bailaba con mi monita esa canción so
    ñando con el momento en que ella me la dedicara...

    …Domingo 17 de septiembre de 1988. A eso de las 6:30 de la mañana.
    »Okay amorcito, te llamo.« Beso, largo, largo. Picada de ojo, última apachurrada de mano. Otro besito - larguísimo. Y otra apachurrada. »Chao.«  Suspiro.
    Mi nueva llama se va en el carro del hermano (el cual me ha estado mirando durante todo el tiempo como un trasero). Yo espero que su super nave desaparezca por la treinta, le saco la mano a la buseta 135-Estrada-Avenida-Rojas-Normandía-Quirigua y me voy pa’ la casa. Recontramamado, afónico, enguayabado y sin un peso en el bolsillo - pero aún en éxtasis.

    Was für eine Nacht, qué noche. Nunca la olvidaré. Tanto así que casi veinte años después aún la recuerdo. Con muchísima nostalgia. Disfruté el mejor concierto que se haya hecho en Latinoamérica. Nuestro Woodstock. Y conocí a mi primera rubia…Okay, cinco años más tarde me dará una patada por el trasero y me dejará con dos maletas en la puerta de un apartamento en Berlín y todo por un un alemanchute. Pero qué importa: Lo bailao nadie me lo quita. Sin duda fue uno de los mejores momentos de mi vida, me refiero a la noche del concierto. Y a propósito concierto: Muchísimas gracias viejo Fernando Pava por ese super Concierto... de Conciertos. Y hasta pronto señores. Prost, Salud!

  • el concierto de conciertos...2 parte.

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    Continuación:
    ....Juancho intenta abrir media de aguardiente que llevaba encaletada en la chaqueta pero le queda grande. A pesar de golpearle el culo con el codo no se deja abrir la maldita botella. Mao se la quita de las manos y la abre con la boca. »Buena esa papá. Salud viejos«, qué delicia… Cinco minutos después boto la botella desocupada a un potrero desde la ventana de la buseta (medio ambiente no existía en aquel entonces, al menos en nuestros pequeños cerebros).

    A la altura de la carrera treinta con calle 45 hay un trancón de aquellos. Decidimos abandonar la buseta y caminar los últimos metros hasta el estadio. Ups, se nos adelantaron un par de fans…casi 50.000 “rockeros en español” hacen fila y esperan pacientemente en las entradas del estadio. »Y ahora?« »Pues a esperar viejos…« En un quiosco de latas viejas y oxidadas patrocinado por Ponymalta-Bebida-de-Campeones compro dos medias de Néctar. Así continuamos nuestra romería hasta las puertas de  nuestro paraíso, casi como en el cuento del flautista de Hameln…

    5 p.m., tribuna occidental numerada, estadio El Campín…
    Cabello rubio ondulado, ojos verdes, un tris más grande que yo, cara de gomela, dos filas más adelante que nosotros. Un sueño. Y ese sueño mira en mi dirección. Giro rápidamente la cabeza, detrás mío hay solo mujeres. O eres arepa o me estás echando los perros baby, pienso por un momento y le pico el ojo. La pelada me mira rayado y me da la espalda encogiendo el hombro izquierdo. Mierda, que oso. En ese preciso instante una señora regordeta me sonríe y me pica el ojo. Recontramierda, y ahora?

    »Guarito papi?«, me pregunta la patrona.
     Uf. Le sonrío de vuelta.
    »Eh?...Claro…pero de dónde sumercé?«.
    Como por arte de magia la mujer saca tres botellas planas de aguardiente y vuelve a guiñar mientras dos dientes de oro (los únicos que le quedan?) resaltan el color cobrizo de su piel.
    »Y entonces mono?«

    …Cuánto pagamos y cuánto trago bebimos en total, no lo sé realmente. Lo único que sé, es que la mujer nos distribuyó alcohol toda la noche y tres de mis amigos se perdieron gran parte del concierto. Qué pea…

    »Y cuándo putas va a comenzar esta vaina?«
    »Oficialmente a las cinco«, me responde Henry.
    »Vea marica, ese no es el cantante de…?«

    Sí señores y señoras, ese es el cantante de “Compañía Ilimitada”, banda que arranca el Concierto de Conciertos en mi bella Santa Fe de Bogotá. Casi 65.000 paisanos entre los 15 y los 30ypico comenzamos a saltar, bailar y tararear sus canciones. La rubiecita que me dejó metido brinca mientras su melena la hace ver como un león. Y yo? Gracias a su indiferencia me siento como una hiena. Pero solo por un instante, realmente el ambiente en el estadio está muy del carajo. A gozar caballeros…

    … »Mirá papá, “Pasaporte”«, me grita Juan.
    »Uy, que chimba hermano«, le respondo y me hago el pendejo – realmente no le puedo quitar la mirada a ella, a MI rubia...
    »Del putas Bogotá«,
    es la primera frase de Elsa, la cantante. Palabras soeces eran un tabú en esa época. Quizás por lo mismo se respira un ambiente de rebeldía, el estadio arde. En gramilla comienzan a tararear nuestro himno nacional…segundos después todos, pero TODOS en el Nemesio Camacho alias El Campín lo cantamos…de corazón…y al terminarlo continuamos con el corito de Elsa…Bogotá…del putas Bogotá, Bogotá…del putas Bogotá…Minutenlang…

    …Aparece Franco de Vita, el estadio retumba, yo suspiro…y ella, mi mona? Me mira. Cómo? En serio?  Sí, me está mirando, observando, coqueteando, exactamente no lo sé aún. Me clava con la mirada – qué ojos, qué cabellera…qué rumba...

    continuación...(haz click aquí)...

  • el concierto de conciertos...(español)

    Sábado, 16 de septiembre de 1988. A eso de las 12 y 30 del día...

    »Que se lleve un par de sanduchitos y un termito con café mijo, mire que el sereno me lo mata y me le da la pálida.«
    »Fresca mamita, yo me compro un perro a la entrada del estadio.«

    Mi mami sonríe al verme en frente de su mesita de tocador acabándome de acicalar: cola de caballo, camiseta blanca pegada al cuerpo, levis 501 botatubo, cinturón bordado a mano (comprado en la pasada feria de artesanía, para que no se diga que éramos 100% copias baratas gringas), zápatos marineros Bosi acompañados de medias blancas. Ah, y peinilla tipo brillantina en el bolsillo trasero del pantalón. Una super pinta. O no?

    Un buche de listerine…grrr, grrr,…listo. Bajo las escaleras de cuatro brincos y le caigo a Germán -uno de mis panas- en los hombros, el cual acaba de salir del baño del patio de nuestra casa (bajo la escalera como en toda joya arquitectónica que se respete en Bogotá – hmm que nostalgia tan berraca recordar todo esto). Cargándome aún en la espalda entramos los dos a la frutería de mi viejita donde nos esperan el resto del parche, nueve vagos igual que este pecho, estudiantes de la facultad de Ingeniería Electrónica de la Universidad Santo Tomás de Aquino.

    »Malparidos, dejen de gorrear ensalada y jugo y vámonos!«, les grito y los saco a empujones del local. Segundos después sale una de las empleadas corriendo detrás nuestro. »Jóven Martincito, tenga los sanguchitos que le preparó doña Dorita«. Mientras mis queridos amigotes se destornillan de la risa, empaco mi mecato en la mochila y agarro hacia la Avenida Rojas como quien no quiere la vaina…

    »Mijo!…el termo…!«, grita mi progenitora desde la ventana de la sala en el segundo piso. Siento un corrientazo de pies a cabeza. Mis amables acompañantes paran y se que quedan mirándome. Ahora si de verdad soy el hazme-reír de todos estos hps, pienso para mis adentros. Carcajada general. Me volteo y dirijo la mirada hacia arriba.

    »Que no mamá, sumercé si que jode. No ve que parezco una nena con ese maldito termo…y si me lo pescan a la entrada…pailas…« Me “corto” la yugular con el dedo índice de la mano derecha, tratándole de explicar a mi vieja el término “pailas”.

    »Pero mijito…«
    »Pero nada, nos vemos mami, chao«. Encojo los hombros y le mando un beso con la mano mientras chiflo haciéndole el pare a la buseta “135-Quiroga-Calle45-Carrera13-La-Candelaria”. Nos subimos a ese monstruo traga diesel de rayas rojas que nos llevará al lugar deseado, a nuestro anhelado concierto:

    “El Concierto de Conciertos!”

    Atrás dejo a la mujer que más he amado en mi vida y la cual nunca olvidaré, solita, parada en la ventana de la sala de la casa con el termo y con carita de preocupación. »Chino bergajo«, es lo último que le escucho decir. »Chao mamita«, intento responderle a través de una ventana medio abierta y sucia…

    En la buseta van casi solo pelados de mi edad, los unos de clase media, otros de clase baja, el resto de clase rata, este pecho y mi parche. Todos con el mismo destino, el estadio El Campín. Quizás por aquello el fercho no tiene hoy vallenatos sino la “Super Estación…88,9”, la mejor emisora radial que haya existido en mi tierra – puta, qué melancolía. Alejandro Villalobos o Andrés Nieto (no recuerdo bien quién era el DJ) calienta a la audiencia desde la “Super Estación” con muchos de los temas que vamos a escuchar en las próximas diecisiete o dieciocho horas: Rock en Español. Un súper preludio.

    ...Continuación (haz click)...

  • heirate mich...

    Rezensionen sind eigentlich nicht mein Ding. Aber diesen Film möchte ich euch unbedingt vorstellen. Viel Spaß!

    heirate mich1

    Cásate conmigo (heirate mich). Deutschland 2003
    Regie: Uli Gaulke (Havanna mi amor, Comrades in Dreams)
    Co-Regie: Jeannette Eggert
     

    Hauptdarsteller:

    Erik: Weiße Haut, Lockiges Haar (oder Dauerwelle?), knapp zwei Meter groß, spindeldürr, randlose runde Brille, extrabreites mit Blumen  gemustertes Hemd, kurze Pyjamahose Sommerhose, Software-Programmierer-Haussandalen.
    Gladis: Mulattin, Hotpants, dunkles enges Top, rabenschwarze Haare, toller Körper, hübsches Gesicht. Etwas laut, sagen wir mal euphemistisch.

    Erik gesteht Gladis seine Liebe. Sie sitzt auf einem Sessel und hört zu. Er geht auf die Knie. Hinter Gladis sitzen ihre Freundin mit ihrem Mann und verfolgen die Szene – beide lachen. Gladis rutscht auf dem Sessel hin und her. Erik holt einen Ring aus der Hosentasche und überreicht ihn seiner zukünftigen Gattin. Gladis Freundin fällt fast vom Stuhl – vor Lachen. Gladis erklärt Erik, was sie über die Männer denkt (bla bla bla und bla) , Erik bleibt knien, guckt ihr in die Augen und hält ihre Hand. Gladis Freunde lachen und klatschen, das Paar küsst sich.
    Das war die zweite Szene im Film. Ich habe sie später mindestens noch fünf Mal gesehen. Köstlich. Bizarr. Deprimierend.
    Übrigens, Erik ist deutsch, sie und ihr achtjähriger Sohn (habe ich Omarito nicht erwähnt?) Kubaner. Ah, und Erik versucht vergeblich, Spanisch mit kubanischem Akzent zu sprechen.

    Ein Film über Liebe und Not. Seine Liebe und ihre Not. Heruntergekommene kubanische Architektur, norddeutsche Wärme. Die Geschichte eines Mannes, der sich in eine der Darstellerinnen Uli Gaulkes vorherigen Dokumentarfilmes „Havanna mi amor“ verliebt. Und sich nur deshalb von seiner Frau scheiden lässt und nach Kuba fährt. Um die Frau seiner Träume „richtig“ kennen zu lernen und später zu heiraten. Und um sie und ihr Kind nach Deutschland mitzunehmen.

    Ihr neues Leben in Deutschland: Nette Schwiegereltern, Arbeiterwohnsiedlung, Ikeamöbel - die sie mit ihm zusammenbaut -, Winter. Omarito wird in der Schule gehänselt, er verteidigt sich. Er wird Nigger genannt, er antwortet: Fick Dich. Erik ist entsetzt, Gladis kapiert nichts, Omarito erweitert seine Deutschkenntnisse. Und so läuft die Geschichte weiter. Anpassung in einer neuen Gesellschaft. Unter anderen Umständen wäre das Ganze sogar romantisch, in diesem Film ist es tragikomisch.

    Die Geschichte ist nicht neu für mich. Als Latino habe ich viele ähnliche „Love Stories“ in Deutschland gesehen. Kitsch hat der Film. Aber mal ehrlich, das typische Lateinamerika-Mitteleuropa-Bild ist sowieso voller Kitsch - also, die eine oder andere  zu gefühlvolle Szene im Film haben mich nicht besonders gestört.

    Aber wie Uli Gaulke es schafft, aus einem Dokumentarfilm einen Spielfilm zu schaffen, ist klasse. Eine Doku ohne Erzähler, nur die Darsteller unterhalten sich miteinander - ungezwungen, als ob da keine Kamera und Lichter wären. Keine Buenavista- Zahnlosen-Opas-mit-Gitarre-und-Zigarre-im-Mund an kubanischen Stränden, keine bösen-und-rassistischen-Rentner an einem deutschen Wochenmarkt. Einfach eine Liebes-Not-Geschichte. Nicht mehr, nicht weniger. Einfach ein zweifelloser guter Film, ein sehr guter.

    Nachtrag: Man sagt, Liebe macht blind. Aber so blind? Das fragte ich mich, nachdem ich diesen tristen Monolog fast am Ende des Films sah, nach dem Gladis ihrem Mann erzählt, sie sei schwanger:
    Erik erinnert sich, wie sehnlichst seine Gladis ein Kind von ihm haben wollte – das hatte sie ihm angeblich schon vier Tage nach ihrem ersten Rendezvous erklärt. Erik raucht, seufzt und schaut zum Himmel.
    Sein Arzt hatte ihm aber Jahre zuvor erklärt, dass er keine Kinder haben könne - nie. Erik schüttelt den Kopf und raucht seine Kippe weiter.
    Zum Glück hatte Gladis ihm aber versichert, sie sei so fruchtbar, dass sie kein Problem damit haben würden...Erik lacht, raucht zu Ende und freut sich auf sein Kind...

    Ja, Gladis wurde schwanger. Von ihrem unfruchtbaren Spatz. Oder vom Heiligen Geist? Wer weiß?

  • geschlossene gesellschaft...

     

    Geschlossene Gesellschaft
    Die besten Geschichten aus dem Maxi-Literaturwettbewerb 2006

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    Vorwort

    Die Postberge türmten sich in der Redaktion. Gut 1000 Leserinnen und Leser schickten uns Manuskripte zum Thema "Geschlossene Gesellschaft", dem Motto unseres sechsten Literaturwettbewerbs.

    Viele Teilnehmer haben bereits Texte veröffentlicht, Preise und Stipendien gewonnen. Unsere Jury, die bekannten Autoren Sibylle Berg, Alexa Hennig von Lange und Jörg Thadeusz, war von der Qualität der Beiträge begeistert.

    Jörg Thadeusz: "Ich habe Angst vorm Fliegen. Trotzdem las ich viele Texte im Flugzeug. Weil ich schon immer diese Lufthansa-Senator-Card-Menschen bewundert habe, die sagen, sie würden sich Arbeit mit in den Flieger nehmen. Es war dann aber doch nicht so wie bei den Vielfliegern. Denn es war keine Arbeit - sondern ein sehr anregendes Vergnügen."

    Fünfzehn Texte wurden von der Jury ausgewählt. Und ich war mit meiner Kurzgeschichte "You are welcome" dabei. Keine große Sache wird der eine oder andere Bekannte sagen. Kann sein. Aber für mich als nicht Muttersprachler ist es eine riesengroße Belohnung für sehr, sehr harte Arbeit...

  • jet lag...

    Meine Frau ist stinksauer. Auf mich, versteht sich – wie üblich. Grund: Diesmal meine beschissenen manchmal etwas bescheidenen Kenntnisse in der Lands-Amts-Sprache unserer neuen Heimat, also Hindi Englisch.

    „Du kannst nicht jedes Mal unsere neun Monate alte Tochter als Schutzschild für deine geistige Behinderung missbrauchen!“, schimpft sie, wenn ich versuche zu erklären, dass ich vor habe, zusammen mit der Kleinen von ihrer Nanny unser Englisch  - peu á peu - zu improve.

    „So ein Quatsch!“, antwortet sie auf meinen Vorschlag. Meine Reaktion? Ich packe meinen Engel unter meinen Arm und gehe Bauklötze mit ihr bauen.

    Aber letzte Samstag Nacht musste ich endgültig aufgeben und akzeptieren, dass ich zurück in die Sprachschule muss. Wir saßen im Flugzeug aus München auf dem Nachhauseweg nach Delhi.

    „Was machst du da?“, fragte sie. Ich bewegte die Beine im Kreis.
    „Gymnastikübungen gegen Jet Lag“.
    „Gegen Jet Lag?“. Sie grinste mich verächtlich an.
    „Ja“, antwortete ich. Dann zwinkerte ich, setzte die Kopfhörer auf, drehte die Lautstärke hoch und bewegte weiter die Beine rhythmisch zu der Musik. Sie las ihre Gala weiter und schüttelte den Kopf...

    „So so, JET LEG...!“.  Meine Frau brach in Gelächter aus.
    „Was ist jetzt los?“, fragte ich. Langsam stank mir die Sache.
    „Jet Lag?. Bis du sicher, dass du Jet Lag meinst?“, fragte sie.
    „Ja, wieso?“. Ich stotterte. „Ich will doch keine Thrombose bekommen“.
    „Du und dein Englisch, Wahnsinn“. Sie stand auf und ging aufs Klo (diese schüttelnde blonde Mähne kriege ich einfach nicht aus dem Kopf - ein Alptraum).

    Ich zuckte mit den Schultern und blieb sitzen. Und überlegte. Dann holte ich mein Wörterbuch aus der Wickeltasche und blätterte darin. Mierda. Ich errötete.

    Meine Peinigerin kam zurück aus der Toilette. Ich schloss die Augen und drehte den Kopf zum Fenster. Und öffnete sie wieder erst als sie schnarrte...

    ...Jet Leg ...wie peinlich. Morgen früh 9:30 Einstufungstest beim British Council (schreibt man das so?! Hoffentlich) nicht vergessen. Und jetzt gehe ich ins Bett, dieser blöder Jet Lag macht mir zu schaffen.

  • namaste (deutsch)

    (español ver posting anterior)
    Worüber soll ich jetzt im Blog erzählen? Ja, jetzt, da ich nicht mehr ein latinloverinoldgermany sondern ein nonameinboomingindia bin. Das frage ich mich jeden Tag, seitdem ich in diesem bunten, widersprüchlichen, wunderschönen, Geschichtenreichen, außergewöhnlichen und einzigartigen Land lebe. Ni puta idea.

    Seit ein paar Tagen besuche ich all diese hoch interessanten Indien-Reiseblogs, die sich im Netz wie Faschos in Zarschkozys Baguette-Land häufen, auf der Suche nach Ideen und Themen: Durchfall, 3 Euro-Hotels, Impfungen, 1 Euro gastronomische Spezialitäten, stolze Europäer mit Saris oder apfelgrünen Seiden-Pumphosen, indische Bürokratie, etc. Der eine cooler als der andere. Und wie gesagt, hoch, hoch interessant ...und irgendwie wiederholt sich alles ...

    Tja, momentan kann ich nicht viel über solche Themen schreiben. Wenn überhaupt über Durchfall – den habe ich in den letzten Wochen schon ein paar mal näher kennengelernt. Oder vielleicht doch über indische Bürokratie – unser Umzug blieb wochenlang bei den Zollbehörden wegen einer fehlenden Unterschrift. Aber ansonsten? Hm... Niente. Rucksack hatte ich auf dem Flug nicht dabei, nur spießige Koffer. Eine Pension musste ich auch nicht suchen, Hotel war bereits vom Arbeitgeber gebucht. Rikscha fahren? Ab und an, aber nur aus Spaß. Bin ich arrogant? Nee, aber eben auch kein Lügner oder Tatsachen-Verdreher, nur um vermeintlich politisch korrekt zu sein.

    ...Ich führe hier ein eher langweiliges, spießiges Leben. Zumindest für die meisten alternativen Deutschen, die das Land bereisen oder in einer indischen Stadt unter anderen Bedingungen leben - für mich eher weniger, bis jetzt habe ich viel Spaß dabei gehabt. Grund: Ich bin eine First Lady geworden. So eine Art preiswerte Kopie von Joachim Sauer, alias Angies Ehemann. Yes people, meine Gattin ackert, während ich Zuhause weiter von meiner Karriere als Schriftsteller träume und eifrig Texte in die Tastatur haue.

    Leider...oder Gott sei Dank muss ich gestehen: Seit zwei Monaten gehöre ich zu dieser von den meisten Touristen gehassten German Community, also Expats mit CD-Autokennzeichen. Wir haben das Glück ein nettes Haus bekommen zu haben. Ein Auto haben wir auch – keinen Luxuswagen, aber immerhin mit vier Rädern. Und die eine oder andere Hand hilft uns im Alltag – für Geld selbstverständlich (das kostet einem Europäer kein Vermögen, das weiß jeder Ausländer, der hier lebt. Die Frage ist nur: Willst du es haben oder willst du es nicht. Ich will es).

    Also, wie schon gesagt, bis jetzt habe ich noch keine Ahnung, worüber ich hier schreiben werde. Eins verspreche ich aber: Ich werde mir Mühe geben, nicht nur von meinem manchmal eintönigen Leben in der German Community erzählen... oder vielleicht sollte ich gerade darüber schreiben? Genug Stoff hätte ich schon;-)

    In diesem Sinne grüße ich Euch herzlich, zurück in meinem Blog, derlatinlover, jetzt aus Neu Delhi. Und jetzt muss ich die Kiste ausschalten, der Personal Trainer meiner Tochter, also ihre Nanny, hat gleich Feierabend. Sie brabbelt schon nach mir, die Kleine, nicht die Nanny.

    Bis dann, chao.

    Euerlatinlover

  • chat room (3. teil/ende).

    Info: die ganze Geschichte findet man unter meine geschichten: chat room
    ......

    José, schau dir mal die Telefonrechnung an. Eine Million Pesos. Bestimmt ein Fehler, Mama. Drei Seiten voller Fehler?, das glaubst nur du. Du und deine komischen Telefonnummern. Ach Mama, lass mich doch in Frieden, ich habe keine Ahnung. Gib mir die Rechnung, ich frage gleich bei der Telecom nach.

    Betrag: 989.875 COP$. Tannummer: 96669. Enter. Erfolgreiche Überweisung. Nächste Überweisung? Abmelden. Danke für Ihren Besuch.
    Alles in Ordnung, ruft José nach unten. Mama, hast du gehört? Siehst du? Ich habe es dir gesagt. Was Mama? Nein danke, ich will kein Eis. Ich muss noch arbeiten. Tür zu, Computer an.

    Ja britney95, wieder da. Und das Foto? Mensch britney95, bist du misstrauisch. Nein, ich mag keine Web-Cams. Ein Bild? Na ja, wenn es sein muss. Fertig, als private Nachricht geschickt. Machs auf. Und, was meinst du? Ja britney95, ich bin die Andrea. Jetzt bist du dran.
    José öffnet den Reißverschluss seiner Hose.
    Puh, Wahnsinn wie schnell das ist. Doppel-Klick. Tolles Bild britney95. Hey, du trägst keinen Schlafanzug. Nein, mit Fußballtrikot siehst du auch nett aus, schon gut. Kickst du? Super, ich auch. So ein Zufall. Ihr spielt morgen um zehn? Wo? Genial, bin dabei. Ja, logo wohne ich auch in Bogotá, wir sind ja in einem City-Chat. Also britney95, LG und bis morgen.

    José macht das Fenster seines Zimmers auf, atmet drei Mal tief durch, streckt sich und schaltet den Drucker ein. Mit dem Foto im Bademantel latscht er diskret zur Toilette.

    Samstag, acht Uhr. Leise schleicht José unter die Dusche, Mama schläft noch. Seinen Weekend-Look nimmt er ins Badezimmer mit: Kakidreiviertelhose, kurzärmeliges Jeanshemd mit weißem Unterhemd, Birkenstockschuhe, Ferrari-Baseballcap, weiße Socken. In seinen FC-Barcelona-Rucksack steckt José eine Fußballuniform und einen Ball. Dann verschwindet er. Die Haustür knallt zu. Señora Valencia seufzt, dreht sich um und schläft weiter.

    4.

    Señora María-Cecilia de Valencia? Drei Polizisten stehen vor der Tür. Sie starrt sie an. Was wollen Sie? Wir suchen Ihren Sohn, José. Joselito ist in Brasilien. Haben Sie seine Adresse? Nee. Wie lange ist er schon weg? Weiß nicht, drei, vier Wochen. Und jetzt lassen Sie mich in Ruhe. Einen Moment, Señora Valencia. Hier, bitte. Josés Mutter weint und hält den Untersuchungsbefehl in der Hand. Haben Sie nichts auffälliges bemerkt? Mein Engel hat nichts getan. Die Frau lässt sich fallen. Die Wanduhr läutet elf Mal. Eine Psychologin bleibt bei der Frau. Vier Beamten eilen die Treppe hoch. Das Zimmer ist leer, das Bett frisch bezogen.

    Mehrere Festplatten und über einhundert CDs mit mehr als dreizehntausend digitalen Bildern werden beschlagnahmt. Und ein paar ausgedruckte Fotos.

    FIN

  • chat room (teil 2)

    José Valencia: Fünfundvierzig, in Medellín geboren, wohnhaft in Bogotá. Ingenieur, glatzköpfig, Reihenhaus, ledig, zweiter Platz bei der vergangenen Erfinderwoche in Cartagena-de-Indias, drei PCs, runde dicke Brille, zwei Schachteln Zigaretten am Tag, ein Laptop, Fünf-Millionen-Pesos-Einkommen, sieben verschiedene Fernbedienungen (Stereoanlage, Fernseher, 3 x Licht, Zitronenpresse, Kaffeemaschine). Lieblingsfarbe? Gelb, brasilianisches gelb. Vor vier Jahren war es auch gelb, 1978 argentinisches blauweiß. Fanatischer Sportler, achtzehn Prozent Körperfettanteil. Freunde? Drei, drei Kollegen. Freundin? María-Cecilia.

    3.

    > Nickname: shakira94#!
    Enter.
    > Hallo shakira94#!.
    > Hallo britney95!#.
    > Sag Mal shakira94, Spiel gestern gesehen?
    > Nein, gelaufen.
    > Du?
    > Hm, nein, ich nicht, meine Mama, ich habe sie angefeuert. Aber sag Mal britney95, bis jetzt hab ich noch kein Foto von dir bekommen. Doppelpunkt, Bindestrich, Klammer auf.
    > Sei nicht traurig shakira94. Meine Eltern machen nur Stress, ich soll mich vor Fremden hüten.
    > Aber du hast mir eins versprochen. Was ist denn schon dabei?
    > Nach dem Essen, versprochen. Aber im Schlafanzug?
    > Moment Mama, ich komme schon, ruft José.
    > Ja britney95, im Schlafanzug.
    > Aber warum?
    > Einfach so, nichts besonderes. Jetzt muss ich aber essen gehen, meine Mama ruft mich, du weißt schon, meine Eltern... Bis später.
    Shakira94 loggt sich aus. José eilt die Treppe herunter.

    Forsetzung folgt...

  • chat room (teil 1)

    1.

    Lauf José, lauf. Nur noch dreihundert Meter. Adriana spornt ihn an und trottet neben ihm. Josés Beine zittern, Adriana feuert ihn weiter an, sein Körper ist patschnass. Sie hält ein Handtuch, eine Stoppuhr und eine Flasche Wasser in der Hand. Toll, du hast es geschafft. 03:28:07, tolle Zeit. Adriana packt José in das Handtuch ein. Langsam die Luft rauslassen. Genau so. Wasser? José kommt wieder zu Atem. Hier hast du deine Medaille. Danke, sagt er. Deine Urkunde bekommst du per Post. Wau, danke, danke. Sag Mal Adriana, wollen wir etwas trinken gehen? Nein, ich muss auf die letzten warten. Und später? Kann nicht, sorry. Aber du hattest es mir versprochen. Keine Chance. Und morgen? Hm, geh lieber heim und regenerier dich. Wir telefonieren, einverstanden? Adriana streichelt Josés Kopf und rennt zurück zum Ziel.
    Ja klar, telefonieren, wie in den letzten drei Jahren, erst zwei Monate vor dem nächsten Marathon. “Personal Trainer”... das einzige persönlich in unserer Freundschaft ist ihre Kontonummer. José betrachtet die Medaille: XV Maratón de Bogotá. Dann packt er sie in seinen Rucksack ein, steigt auf sein nagelneues Fahrrad und verschwindet unter den Leuten.

    2.

    > Nickname: Hot_Torero_61.
    Enter.
    > Hallo HT61. Wo warst du denn die ganze Woche?
    > Hallo FF85. Gelaufen.
    > Sieben Tage lang?
    > Nein, nicht ganz, hm, fast. Ach, egal. Und du, bist du mir treu geblieben?
    > Logisch.
    > Así me gusta. Gut geschlafen?
    > Und wie.
    > Hoffentlich alleine?
    > Leider, aber trotzdem Spaß gehabt. Semikolon, Bindestrich, Klammer zu.
    José zwinkert und lächelt zurück.
    > Ich habe dich vermisst FF85.
    > Ach, mein kleiner Nylonfreund, was hat dir gefehlt?
    > Sehr lustig. Sag mir lieber, was du gerade anhast?
    > Nur eine schwarze, kaputte Nylon-Strumpfhose.
    > Was noch?
    > Nichts.
    > Wie nichts?
    > Nada, kein Slip, kein BH, gar nichts.
    > Mann, machst du mich heiß.
    > Und was trägst du HT61?
    > Ich...?
    »Señor Valencia, kommen Sie kurz in mein Büro.«
    > Und du HT61? Hot_Torero_61, bist du noch da?
    »Ja klar, Señor Pérez, die letzte Folie ist fast fertig, nur eine Minute, dann bin ich bei Ihnen.«
    > Haaallooo, HT61? Wo bist du?
    Ausgeloggt. Klick, Klick. Alles zu.
    »Ich komme schon, Señor Pérez.«

    Strg-Alt-Entf. José steht auf und geht zum Chef. Die jetzige Miss-Kolumbien bleibt als einzige Zeugin zurück. Sie im Bikini und mehrere fliegende Windows-XP-Symbole an einem karibischen Strand. Wie José diesen Bildschirmschoner programmieren konnte, wusste keiner seiner Kollegen. Teilen war nicht gerade seine Stärke.

    Forsetzung folgt...

  • Kakerlaken-Party

    Vor einiger Zeit stellte RTL einen der "heißesten" Kandidaten für den Sommerhit vor: La Cucaracha Dance. Schön, dachte ich mir, wieder hat es ein Latino geschafft - wie Juanes oder Shakira. Aber so ein blöder Titel? Also bitte, warte mal ab, bloß keine übereilten Vorurteile. Am besten einen Schluck Bier gegen die Hitze und weiter gucken.
    Ich rief meine Frau, sie sollte sich das schnell angucken. »Immer noch vor der Glotze?«, fragte sie mich mit ihrem typisch didaktischen westfälischen Tonfall. In letzter Sekunde gelingt es mir, die Fernbedienung zu verstecken. »Reg Dich nicht auf und guck mal lieber, wie wir Latinos Euren Kontinent erobern«, antwortete ich voller Stolz.

    Meine Neugier wuchs und wuchs, ich fixierte den Blick auf den Fernseher. Die Hot Banditoz, so hieß die Gruppe. Ich machte große Augen. Die Hot was? Meine Frau grinste. Die Hot Banditoz, also, ein deutschenglischmüllspanischer Begriff. »Heiße Gaunerz?«, fragte sie mich, und da war er wieder, dieser ironische Unterton. Ich errötete, sie feixte weiter. Die drei Mitglieder der "Musikgruppe" wurden gezeigt. Jetzt begann ich zu begreifen, wieso sie so heißen. Zwei extrem scharf angezogene Miezekatzen mit Hot Pants und Mini Top und ein Kerl, der unter die Kategorie Mister-prolo-aber-geil-Ballermann-2006 fällt, zuckten und trällerten mit schriller Stimme den merkwürdigen Text: "Cucagascha, nanana, hey, cucagacha dance, nanana, hey", so in etwa. Ich räusperte mich, stand auf und ging zum Fenster.

    »Immer noch stolz?«, fragte meine liebe Frau, während sie lachte und durch die Tür verschwand. »Mach lieber diesen Mist aus«, schrie sie hinterher. »Schon getan«, murmelte ich.

    PS.: Mögliche Tags für den Beitrag: Big-Brother-Staffel-5, Sangría, Eimer, El Arenal, Hauptschule, Reeperbahn, Kakerlake, Badelatschen, Insektenbekämpfung, Das-ist-nicht-Lateinamerika.

  • Cucaracha de rumba

    Hace un tiempo fue presentado en un canal privado de la TV alemana una de las canciones más opcionadas a ser el hit del verano: “La cucaracha dance”.
    »Uau, que barraquera, otro latino que logra hacer carrera en Europa«, pensé en un instante. Como Shakira moviendo las caderas y gritando Barranquiiilla; o Juanes echando madres, cantando y haciendo bailar a los parlamentarios europeos. Sentí escalofrío patriota.

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